Kim Kensbock

Kim Kensbock ist Ende 1988 als erstes Kind eines jungen Berliner Musikerpaares in Berlin‐​Kreuzberg geboren. In einem Umfeld zwischen Musik‐, alternativer Kunst‐ und Hausbesetzerszene aufzuwachsen, in einer Zeit, in der Kreuzberg noch nicht hip, sondern deutschlandweit verschrien war, bedeutet von früh an durch Diversität und Ambivalenz geprägt zu sein.

Als Zeugin von Rassismus und ungleicher Behandlung ihrer Mitschüler*innen in der Grundschulzeit entwickelte Kim einen ausgeprägten Gerechtigkeitssinn. Im späteren Studium der Sozialwissenschaften an der HU Berlin beschäftigte sie sich vor allem mit Ungleichheitsforschung und Gerechtigkeitstheorien; im Fokus standen Bildungs‐ und Geschlechtergerechtigkeit und die Wirkmächtigkeit von Stereotypen.

Das Bestreben, aktiv etwas verändern zu wollen, führte im Anschluss zum Lehramts‐​Zweitstudium (Bildende Kunst und Sozialkunde an der Universität der Künste Berlin und FU Berlin) und zur Arbeit in politischen Bildungsprojekten. Im Rahmen der zweiten Bachelorarbeit arbeitete Kim das gesellschaftspolitische Potential von Kunst und die Kriterien für gerechten Kunstunterricht heraus. Der Zugang zu und die Partizipationsmöglichkeiten an Kunst sollten nicht exklusiv sein. Kim versucht diese Barrieren in ihren Arbeiten immer wieder aufzubrechen. Hierfür lässt sie Ausstellungsbesuchende ihre Werke benutzen (Bauchnabel‐​Memory‐​Spiel, UdK Rundgang 2016) oder animiert diese zur Teilnahme (Menstrugram, UdK Rundgang 2017, instagram.com/menstrugram).

Kim singt und zeichnet seit ihrer frühen Kindheit. Musik und Bewegung sind ihre Passion. (Junge) Menschen zu ‚empowern‘, zu aktivieren, aber auch zu sensibilisieren, motiviert sie.