Ellebasi Gorengpeng

Die Studentin der Kunstwissenschaften mit dem Künstlerinnennamen Ellebasi Gorenpeng ist gemeinsam mit den Künstlerinnen Ida Aniz und Cecilie Bluthardt eine der Initiator*innen des postfeministischen Künstler*innenkollektivs Vulvae. Letzter Anstoß zur Gründung von Vulvae war die gemeinsame Ansicht des Films Vulva 3.0 von Ulrike Zimmermann und Claudia Richarz, durch den die Auseinandersetzung mit dem heteronormativen Blick auf die Geschlechter und Geschlechterrollen einen neuen Impuls erhielt. Vor dem Studium arbeitete Ellebasi als examinierte Krankenschwester und musste feststellen, dass selbst in der medizinischen Ausbildung die Vielfalt der Geschlechter, aber auch die Anatomie und Funktion der weiblichen Geschlechtsorgane sehr lückenhaft vermittelt wird. So ist ein Mangel an Aufklärung und Wissen, aber auch Gedankenlosigkeit bzw. Gleichgültigkeit zu beobachten, der sich durch die gesamte Gesellschaft zieht. Die Auseinandersetzung mit diesen Wissensmängeln und ihre Bekämpfung ist die gemeinsame Mission von Ellebasi und Vulvae.

Die bisher von Ellebasi Gorenpeng geschaffenen Werke sind Beteiligungen an performativen Rauminstallationen, sowie Räume zur Kunst als Partizipation. Im Stil der Pop Art geschaffene 3D-​Plastiken greifen kollektiv entwickelte Motive auf. Alle bisherigen Arbeiten stellen die Vulva in ihrer Diversität in den Mittelpunkt.

Ellebasis Interessen sind interdisziplinär, sie vereint in ihrem Schaffen medizinisches und kunsthistorisches Wissen und schafft mit Vulvae mit unterschiedlichen künstlerischen Techniken Zugang zu einem neuen kritischen Blick auf medial geprägte Stereotypen.