Andreas Melzer

Der künstlerische Werdegang des expressiven Berliner Malers und Zeichners ist von verschiedenen Studien, unter anderem bei Walter Kurowski, Ulrich Knispel und dem Wiener Aktionisten Otto Mühl, geprägt. Aktzeichnen war dabei immer seine Königsdisziplin. Nach Kalligrafiestudien bei Angelika Obletter in München wurde die Kalligrafie zum schärfenden Element seines künstlerischen Ausdrucks. Das künstlerische Schaffen des Pastorensohnes ist vor allem von der 68er‐​Bewegung geprägt, in der unter anderem gegen falsche Scham und für eine freie selbstbewusste Sexualität gekämpft wurde. Sprache und Bilder stellen für Andreas Melzer eine Symbiose dar. Er möchte die Welt der Gefühle und Körperlichkeit in seiner Kunst zusammenführen und findet in der Idee von Vulvae eine Brücke zu seinen Werken. Kunst als Medium der Freiheit soll weg führen vom Konsumdenken und Fleischbeschau. Sie soll wach machen und Grenzen überschreiten.